"Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie"
-Kurt Lewin-

Unser Trainingsangebot umfasst einen Methodenmix, der die theoretischen Grundlagen der interkulturellen Kommunikationsforschung mit konkreten berufsfeldspezifischen Beispielen verbindet. Dabei werden die drei klassischen Komonenten der interkulturellen Trainingsforschung (kognitiv, affektiv und verhaltensbezogen) durch folgende Ansätze in unseren Trainings ergänzt:

Cultural-Awareness (Sensibilisierung für Kulturunterschiede)

Hier werden z.B. Selbstbilder, Fremdbilder, Einstellungen gegenüber der Zielkultur und eigene Erfahrungen vor dem Auslandseinsatz bzw. Kulturkontakt analysiert und behandelt. Hier können vorhandene Ressourcen aktiviert und mögliche kontraproduktive Haltungen reflektiert.

Konzeptionelle Fundierung

  • Case-Studies aus der Arbeitspraxis werden durch die theoretischen Konzepten der kulturvergleichenden Forschungen (Edward Hall, Hofstede, Trompenaars, Nancy Adler, Stella Ting-Toomey, Milton Bennett, Richard Nisbett, Erin Meyer, Robert J. House, ect.) analysiert und daraus zentrale Lernziele abgeleitet.
  • Der kulturkontrastive Ansatz wird im Kontext der Auslandsvorbereitung verwendet, um einen Überblick z.B. über Zeitvorstellung, Gruppenorientierung, Risikobereitschaft, Hierarchie, Arbeitsmoral und Wertorientierung in Zielländern im Vergleich zur Herkunftskultur zu bekommen. 
  • Andere Konzepte, wie Multikollektivität und Transkulturalität sowie globale Kompetenzen werden bei komplexeren Themenkonstellationen eingesetzt, um Selbstreflexionskompetenz anzustoßen und Tendenzen zur Kulturalisierung entgegenzuwirken.
  • Unconscious Bias “Unbewusste Voreingenommenheit” sowie das Thema Wahrnehmung insgesamt spielt eine zentrale Rolle in unserem Ansatz und vor allem bei Themen der Personalauswahl und -entscheidungen
  • Neuere Methoden der agilen Arbeitswelt, kollaborativen Methoden, Strategieentwicklung und Design Thinking werden in Abhängigkeit von der Zielvereinbarung eingesetzt.

Tools und Testverfahren

  • Im Rahmen unserer Trainings und Beratungen kommen weitere Tools zum Einsatz, wie z.B. das Culture Specific Assimilator und Critical Incidents.
  • Wir setzen valide Self-Assessment-Fragebögen und Tests der interkulturellen Einigungsdiagnostik ein. Eine besondere Rolle spielt hier der IDI, der interkulturelle Entwicklungsindikator ( “Intercultural Development Inventory”). Dieser Test basiert auf dem weltweit bekannten Entwicklungsmodell der interkulturellen Sensibilität von Milton J. Bennett und wurde von Mitchell R. Hammer entwickelt. Diese Methode erfasst die Einstellung von Menschen im Umgang mit interkulturellen Unterschieden und zeigt den Teilnehmenden mögliche Entwicklungspotenziale auf. 

Rollenspiele und Videoanalyse

  • Videoanalysen und Praxissimulation schaffen zusätzlich ein Bewusstsein für interkulturelle Unterschiede und mögliche Missverständnisse. In Rollenspielen werden beispielsweise Verhandlungen oder kommunikative Situationen mit Kontaktperson aus der Zielkultur simuliert und trainiert. 
  • Anschließende Trainerfeedbacks und Gruppendiskussionen sichern den Wissenstransfer.